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Museum zu Allerheiligen »Humans«

17.06.2026 | QLT Redaktion

Foto: Olaf Breuning & Galerie Semiose, Paris

Mit Humans kehrt der Schweizer Künstler Olaf Breuning nach 25 Jahren bis zum 27.9. ins Museum zu Allerheiligen Schaffhausen zurück. Es ist die erste große Präsentation des international erfolgreichen, in Upstate New York lebenden Künstlers in der Schweiz seit mehr als zehn Jahren. Im Fokus stehen künstliche Intelligenz, Klimakrise und menschliche Widersprüche. Humorvoll und bildstark fragt Breuning, was vom Menschen bleibt, wenn Technik, Konsum und Krisen unser Leben prägen. 

Olaf Breuning (geboren 1970 in Schaffhausen) gelang früh der internationale Durchbruch. Sein Werk bewegt sich spielerisch zwischen Zeichnung, Fotografie, Video, Skulptur und Installation. In der Ausstellung Humans untersucht Breuning das Erwachsenwerden, das Mann sein heute und menschliche Verhaltensweisen in all ihrer Ambivalenz. Gleichzeitig greift die Ausstellung zentrale gesellschaftliche Herausforderungen unserer Gegenwart auf: die ökologische Krise, den Ressourcenverbrauch und die zunehmende Anwesenheit künstlicher Intelligenz. Breuning fragt, wie sehr die neue Technologie unser Denken und Handeln bereits prägt. Ein Großteil der gezeigten Werke entstand eigens für die Ausstellung. Dazu gehören 60 neue Zeichnungen, zwei raumgreifende Installationen sowie Videoarbeiten: 20 mm zeigt einen kleinen bronzenen Affen auf einem Marmorsockel, der ein 300 Meter langes Seil hält. Dieses steht für die 4,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte, seine vergoldete Spitze für die kurze Zeit menschlicher Existenz. Zugleich verweist die Installation auf eine Konstante im Œuvre von Olaf Breuning: Der Affe taucht seit Beginn seiner künstlerischen Arbeit immer wieder auf, fungiert als Spiegel menschlichen Verhaltens oder bricht mit stereotypen Erwartungen und Zuschreibungen der »Spezies Mensch« an die »Natur«. 

Out of Balance besteht aus einem unübersichtlichen Hügel ineinander verschlungener Ritter auf Rollschuhen. Die neuen kleinformatigen Arbeiten in Schwarz-Weiß zeigen skurrile Szenen aus dem Alltag von Menschen, Tieren und des Planeten. Pointiert verdichten sich darin die großen und kleinen Dramen unserer Zeit. Olaf Breunings frühere Videoarbeiten entstanden mithilfe aufwändiger Settings voller Requisiten und Menschen. Seine jüngsten, erstmals im Ausstellungskontext gezeigten Videos sind hingegen mit künstlicher Intelligenz erzeugt. Breunings jüngste Arbeiten wirken ernster und nachdenklicher als frühere Werke. Zwar bleibt sein humorvoller Blick erhalten, doch rücken existenzielle Fragen, Ernüchterung und eine gewisse Melancholie stärker in den Vordergrund. Schonungslos legt er menschliche Schwächen, Widersprüche und Dummheiten offen – ohne dabei die Lust am Komischen zu verlieren. Die Ausstellung lädt das Publikum ein, eigene Schlüsse zu ziehen. Kuratiert wird die Ausstellung von Sarah Merten. Begleitend erscheint eine Publikation im renommierten Kunstbuchverlag  Scheidegger & Spiess. 

Weitere Infos & das Begleitprogramm:
www.allerheiligen.ch



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