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Festival Kammermusik Bodensee

15.07.2026 | QLT Redaktion

Foto: Festival Kammermusik Bodensee

2026 feiert das Festival Kammermusik Bodensee vom 28. – 30.8. sein 10-jähriges Jubiläum auf dem Lilienberg. Das Festival hat dort die perfekte Festivalatmosphäre vorgefunden: einen großzügigen Konzertsaal, gelegen in einer herrlichen Parkanlage, mit der Möglichkeit, sich vor Ort kulinarisch verwöhnen zu lassen und wer möchte, kann das musikalische, inspirierende Wochenende dort verbringen, in den schönen, neugestalteten Hotel-Zimmern und einem Indoor-Pool mit Liegewiese. Sie waren noch nie dort? – Ein Besuch lohnt sich.

Im diesjährigen Festival werden die Besucherinnen und Besucher zu Inspirationsquellen von Komponisten mitgenommen, die sich von den unterschiedlichsten Orten und von verschiedensten Umständen zu Werken anregen ließen und die wir noch heute bewundern. Ein feines Beziehungsnetz zieht sich durch die Musik der Konzertprogramme und verbindet Komponisten, Entstehungsorte, Einflüsse, Anregungen und Charakter der Werke untereinander.

Bei »Wien – Berlin – Paris« am Freitag, 28.8., 19 Uhr stehen die drei großen europäischen Kulturmetropolen im Zentrum: In Wien hob Beethoven 1797 sein brillantes Es-Dur-Quintett op. 16 für Bläser und Klavier aus der Taufe. Zuerst für Klarinette, Viola und Klavier schrieb Max Bruch in seinen späten Berliner Jahren 1908 sein op. 83, während Faurés Klavierquartett op. 15 ins Paris von 1879 führt und zeigt, wie sich die französische Kammermusik von den deutschen Vorbildern emanzipierte. 

Bei »Gran Sestetto« am Samstag, 29.8., 17 Uhr sind zwei Opernkomponisten zu Gast in der Kammermusik: Der junge Glinka schuf sein »Gran Sestetto« für Klavier und Streicher während seiner Mailänder Jahre, als er fast täglich die Scala besuchte. Rossinis heiteres Flötenquartett entstand dagegen erst in seinen späten Pariser Jahren. Leichtigkeit und Spielfreude prägen auch die Trois Pièces Brèves« für Bläserquintett von Jacques Ibert und Paul Juons Divertimento für Bläserquintett und Klavier.

»Inspiration Schweiz« am Sonntag, 30.8., 17 Uhr. Die eindrückliche Landschaft am Thunersee inspirierte Brahms zu seinem Klaviertrio op. 101, während Hermann Goetz’ berührendes Klavierquintett aus dem Jahr 1874 sein letztes Kammermusikwerk vor seinem allzu frühen Tod vor 150 Jahren in Zürich blieb. Zwei reiche Auftraggeber, ein Amerikaner irischer Abstammung bei Frank Martins Trio und ein englischer Bankier und Amateurcellist bei Rossinis opernhaftem Duetto, stehen am Ursprung der anderen beiden Werke.

Lassen Sie sich treiben und inspirieren von den vielfältigen Verbindungen und der so entstandenen grandiosen Kammermusik, gespielt vom internationalen Festivalensemble. Der traditionelle öffentliche Workshop wird in diesem Jahr vom phänomenalen Wiener Pianisten Claus-Christian Schuster geleitet. In der Matinée am Sonntagvormittag, 30.8. um 11:30 Uhr, stehen dann die jungen Kammerensembles im Mittelpunkt. Es erwartet uns ein inspirierendes Musikwochenende auf dem Lilienberg.

Weitere Infos:
www.kammermusikbodensee.ch



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