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Mentor Stiftung »Interview Saskia Junggeburth«

12.08.2026 | QLT Redaktion

Foto: Mentor Stiftung / Alexander Schnurer

Aus vielen ICHs wird ein starkes WIR Theaterpädagogin Saskia Junggeburth erzählt, wie aus vielen Perspektiven und Erfahrungen ein gemeinsames Stück entsteht.

Zum 10-jährigen Jubiläum der Mentor Stiftung Deutschland entsteht im Herbst ein besonderes Bühnenprojekt: Jugendliche, die Bodensee Philharmonie und der Große Chor der Geschwister-Scholl-Schule bringen gemeinsam ein bewegendes Stück auf die Bühne.

Konzept und Leitung liegen in den Händen des Schauspielers, Autors und Mentor-Botschafters Oliver Wnuk. Gemeinsam mit Teresa Renn (Regieassistentin und Filmemacherin) und Saskia Junggeburth (Schauspielerin und Theaterpädagogin) entwickelte er über ein Jahr hinweg das Stück »wir_jetzt_hier«. Die Aufführungen finden am 7. und 8. Oktober im Bodenseeforum statt.

Das Stück erzählt aus der Perspektive von Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren und beschäftigt sich mit ihren Sorgen, Wünschen, Hoffnungen und Fragen. Im Mittelpunkt steht die zentrale Frage: Kann aus vielen ICHs ein starkes WIR werden? Begleitet wird das Projekt musikalisch von der Bodensee Philharmonie unter der Leitung von Chefdirigent Gabriel Venzago sowie dem Großen Chor der Geschwister-Scholl-Schule unter der Leitung von Wilfried Hetz.

Wie das Bühnenprojekt entstanden ist und was die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen besonders macht, erzählt Theaterpädagogin Saskia Junggeburth im Gespräch.

Wie sind Sie zu dem Projekt gekommen – und was hat Sie daran besonders gereizt?

»Der erste Öffner zu dem Projekt war ein ganz persönlicher. Ich bin in Konstanz aufgewachsen – eigentlich mehr in der Kantine und auf der Hinterbühne des Stadttheaters, wo meine Eltern im Ensemble waren. Später ging ich auf die Geschwister-Scholl-Schule und habe mit Oliver Wnuk in der Theater-AG gespielt. Deshalb musste ich gar nicht lange überlegen, als Oliver mich gefragt hat, ob ich Teil des Projekts sein möchte. Junge Menschen über ein ganzes Jahr so intensiv begleiten zu dürfen, ist ein großes Geschenk.«

Warum ist es Ihnen wichtig, die Perspektiven junger Menschen auf die Bühne zu bringen?

»Ich finde es unglaublich wichtig, dass junge Menschen die Erfahrung machen, dass das, was sie erleben, fühlen und erfahren, relevant ist. Dass sie einen Raum haben, in dem sie gehört werden. Die Themen der Jugendlichen unterscheiden sich am Ende vielleicht gar nicht so sehr von unseren: Hoffnung, Sehnsucht, der Wunsch, ernst genommen zu werden, einen Platz in dieser wilden Welt zu finden und so sein zu dürfen, wie man ist.«

Was berührt Sie besonders an der Arbeit mit den Jugendlichen?

»Mich berühren am meisten die Wendepunkte. Wenn Jugendliche zunächst ein klares Bild davon haben, wer und wie sie sein wollen – und dann im gemeinsamen Prozess plötzlich eine Tür aufgeht, die vorher verschlossen war. Ein neuer Raum entsteht und darf betreten werden. Das sind magische Momente.«

Was bedeutet das Motto »Aus vielen ICHs wird ein starkes WIR« für Sie?

»Wir müssen wissen, wer wir sind, damit wir in der Gemeinschaft strahlen können und nicht untergehen. Die Qualität eines WIR hängt davon ab, dass jede und jeder bereit ist, sich zu zeigen. Die Jugendlichen haben das in diesem Projekt an vielen Stellen erfahren – und tragen diese Erfahrung hoffentlich weiter in die Welt.«

Warum sollte man sich dieses Bühnenprojekt nicht entgehen lassen?

»Weil die Jugendlichen mit ihrer Offenheit und Energie begeistern werden. Wird mega.«

Weitere Infos:
www.mentorstiftung.de



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