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Bodensee Philharmonie

13.05.2026 | QLT Redaktion

Foto: Ilja Mess

Zwischen Ausklang und Aufbruch

Die letzten Töne der Zukunftsmusikwoche zum Thema »Bewegung« klingen noch nach, da geht es schon weiter. Was bleibt, ist ein Gefühl von Aufbruch – von Musik, die den Raum verlässt, sich ausbreitet, neue Orte findet. Und genau dieses Gefühl trägt die Bodensee Philharmonie durch die letzten Wochen der Saison.

Denn auch jetzt verdichtet sich das Programm noch einmal. Unterschiedliche Formate, verschiedene Perspektiven, viele Gelegenheiten, Musik neu zu erleben – oder einfach noch einmal einzutauchen.

Wenn Klang auf Wasser trifft
Ein besonderer Moment dieser Wochen ist Watermusic (19.05.), ein Konzert im Rahmen des

Bodenseefestivals. Hier begegnet das Orchester nicht nur anderen Klangwelten, sondern auch neuen Konstellationen: gemeinsam mit dem Kebyart Saxofonquartett und Musikerinnen und Musikern der Stella Musikhochschule entsteht ein Programm, das klassische Werke mit zeitgenössischen Einflüssen verbindet.

Im Zentrum stehen dabei Werke von Maurice
Ravel – La Valse und der weltberühmte Boléro. Zwei Stücke, die exemplarisch für seine Klangsprache stehen: präzise, farbenreich und mit einem feinen Gespür für Dramaturgie. Ergänzt wird das Programm durch Gershwins »An American in Paris« und Brett Deans »Water Music« – eine Verbindung, die Tradition und Gegenwart miteinander ins Gespräch bringt.

Vier Abende, ein besonderer Klang
Das 10. Philharmonische Konzert »Alte Quellen – Neue Wege« (ab 10.06.) bringt große Orchesterliteratur gleich viermal nach Konstanz – und mit ihr ein Instrument, das man so im Konzertsaal nicht selbstverständlich erlebt. Mit Christian Schmitt ist einer der renommiertesten Organisten unserer Zeit zu Gast. Gespielt wird auf einer transportablen Orgel – ein außergewöhnliches Setup, das Poulencs Orgelkonzert erst in dieser Form möglich macht und dem Klang im Saal eine ganz eigene Präsenz verleiht.

Im Zusammenspiel mit Werken von Fauré und Strauss entsteht ein Programm, das zwischen feiner Klangfarbe und orchestraler Wucht spannt – und gerade durch die Orgel eine besondere klangliche Dimension erhält.

eduART: Musik für die Jüngsten
Dass klassische Musik nicht erst im Erwachsenenalter beginnt, ist für die Bodensee Philharmonie längst selbstverständlich. Unter dem Dach von eduART entstehen kontinuierlich Konzertformate für Kinder und Familien – vom Babykonzert bis zum großen Familienerlebnis.

Mit Sonnenzauber (20.05.) richtet sich ein
Babykonzert gezielt an die jüngsten Zuhörerinnen und Zuhörer. Hier geht es um erste musikalische Begegnungen: hören, fühlen, reagieren – in einer Atmosphäre, die bewusst auf Nähe und gemeinsames Erleben setzt.

Wie lebendig und erzählerisch Musikvermittlung sein kann, zeigt das Familienkonzert Musiknotruf 443 (28.06.). In einem musikalischen Detektivabenteuer ermittelt Kommissarin Flunke in einem scheinbar chaotischen Konzertsaal: Instrumente sind verstimmt, der Dirigent ist verschwunden – und die Frage steht im Raum, was ein Orchester eigentlich zusammenhält. Zwischen Schauspiel, Live-Musik und viel Humor entsteht ein interaktives Konzerterlebnis, das nicht nur unterhält, sondern ganz nebenbei Einblicke in die Welt des Orchesters gibt – und zeigt, wie aus Durcheinander Musik wird.

Was bleibt – und was weitergedacht wird
Die Zukunftsmusik hat in den vergangenen Jahren gezeigt, wie sehr Musik in die Stadt hineinwirken kann: mit kostenfreien Veranstaltungen, ungewöhnlichen Orten und neuen Formen der Begegnung.

Mit dieser Saison endet die Förderung durch den Bund – doch das Projekt selbst nicht. Im Gegenteil: Die große Resonanz aus der Stadtgesellschaft und aus dem Orchester hat dazu geführt, dass die Idee der Zukunftsmusik in die nächste Saison weitergetragen wird. Formate, Ansätze und Erfahrungen fließen künftig in das reguläre Konzertprogramm ein.

Ein zentraler Moment dieses Übergangs ist das Symposium »Gelebte Veränderung« (19.-20.6.). Hier wird nicht nur zurückgeblickt, sondern vor allem nach vorne gedacht: Welche Rolle, können Orchester heute einnehmen? Wie entstehen neue Formate? Und wie lässt sich Veränderung langfristig gestalten? Unterschiedlichste kostenfreie Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Konstanz laden noch einmal dazu ein, über die Zukunft von klassischer Musik zu reflektieren.

Ein Sommermoment – und ein Ausblick
Zum Abschluss der Saison lädt Klassik am See (5.7.) noch einmal zu einem besonderen Konzerterlebnis unter freiem Himmel ein. In der Konzertmuschel im Stadtgarten wird Musik zum gemeinsamen Moment – offen, entspannt und für alle zugänglich.

Es ist dieser Wechsel zwischen großen Konzertformaten, intimen Momenten und neuen Ideen, der die Bodensee Philharmonie prägt. Und der gerade jetzt, zum Ende der Saison, noch einmal in seiner ganzen Vielfalt sichtbar wird.

Und dann?
Die kommende Saison steht bereits in den Startlöchern – mit neuen Programmen, neuen Perspektiven und vielen weiteren Gelegenheiten, Musik zu erleben. Ein Abonnement bietet die Möglichkeit, diese Entwicklung kontinuierlich zu begleiten und sich einen festen Platz im Konzertleben der Region zu sichern.

Oder anders gesagt: Wer jetzt einsteigt, bleibt.
www.bodensee-philharmonie.com



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