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05.12.2025 | QLT Redaktion

Ernst Kreidolf (1863–1956) Der Maler Ernst Kreidolf (1863–1956) ist berühmt als Autor heiterer Bilderbücher. Seine Kindheit hat er in Tägerwilen im Thurgau verbracht und nach einer Lehre als Lithograf in Konstanz an der Münchner Kunstakademie studiert. Überraschend erscheinen mag, dass er sich in seinem Werk, das außerdem zahlreiche Zeichnungen und Ölbilder umfasst, auch immer wieder mit grundlegenden existenziellen Fragen auseinandergesetzt hat. Das Kreuzlinger Museum Rosenegg zeigt nun bis zum 29.3. in Kooperation mit dem Verein Ernst Kreidolf die Ausstellung »Fahrt ins Licht. Ernst Kreidolf und der Kreislauf des Lebens«. Die Ausstellung versammelt eine Auswahl seiner Werke in Reproduktionen und gibt Einblick in diese ebenso faszinierenden wie vieldeutigen Bildwelten: Lebensweg und Tod spielen in Kreidolfs beliebten Blumen-Schöpfungen eine zentrale Rolle, sie scheinen in seinen mythologischen Darstellungen auf oder verschmelzen in symbolistischen Traumwelten zu emotional greifbaren Bildern, wo das Unbewusste Gestalt annimmt. »Fahrt ins Licht« lädt dazu ein, diese weniger bekannte Seite des Künstlers zu entdecken. Das Rahmenprogramm umfasst neben Führungen und einem Wandelkonzert drei Podiumsveranstaltungen zu wichtigen Fragen: Wie spricht man mit Kindern über den Tod? Welche Vorstellungen haben wir vom Weiterleben danach? Und wie verändert sich unsere Bestattungskultur?