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Yves Netzhammer – Biografische Versprecher

12.09.2018 | QLT Redaktion

Der Schweizer Medien- und Installationskünstler Yves Netzhammer (*1970) zeigt nach zahlreichen Ausstellungen im Ausland sein aktuelles Schaffen in seiner Heimatstadt Schaffhausen. Dort ist die Werkschau vom 28. September 2018 bis 17. Februar 2019 im Museum zu Allerheiligen zu sehen. Mit seiner unverkennbaren Formsprache hat er sich im internationalen Kunstgeschehen einen Namen gemacht. 2007 vertrat er die Schweiz an der Biennale von Venedig.
Wer in Yves Netzhammers digitales Universum eintaucht, betritt eine poetische, mitunter auch verstörende Welt gesichtsloser Gestalten. Diese prägen auch seine neue Rauminstallation, die er eigens für die Schaffhauser Ausstellung geschaffen hat. Projizierte Computeranimationen, bewegte Elemente und dreidimensionale Objekte verwandeln den Raum in einen vielschichtigen multimedialen Bilderkosmos. Als Hauptdarsteller und Alter Ego des Künstlers tritt ein Narr in der Tradition des spätmittelalterlichen Till Eulenspiegels auf. Mit Scharfsinn und Schalk reflektiert er die Umstände unserer Gesellschaft am Beispiel seiner Heimatstadt. Yves Netzhammer bindet auch die Dauerausstelllungen des Schaffhauser Universalmuseums in seine Arbeit ein. Mit punktuellen Interventionen im ganzen Haus reagiert er – mal konkret, mal metaphorisch – auf die Objekte der Sammlung. Für die Dauer von nur 2 Wochen (vom 28.9. bis 14.10 .2018) schafft Yves Netzhammer in den Räumlichkeiten der „Kammgarn West“ (ehemaligen Hallen für Neue Kunst) eine weitere Intervention. Er bespielt damit kurzfristig den Raum neu, in dem sich einst eines der berühmtesten Werke von Josef Beuys, „Das Kapital Raum 1970-1977“ befand und der künftig als neue Sonderausstellungshalle des Museums zu Allerheiligen vorgesehen ist.

www.allerheiligen.ch



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