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„Wer kriecht, kann nicht stolpern“ Glück gehabt!

17.10.2018 | QLT Redaktion

Unter dem Motto „Vom Glück des Stolperns“ wird am Theater Konstanz von Becketts „Warten auf Godot“ und Borcherts „Draußen vor der Tür“ über „Der brave Soldat Schweijk“ und „Katharina Knie“ bis „Cabaret“ durch eine Welt der Fallstricke und Widerstände gestolpert. Dabei nicht nur im negativen Sinne über Unebenheiten oder Ungereimtheiten, sondern auch über Geheimnisse und angenehme Überraschungen sowie hinein in Situationen, aus denen das Beste gemacht werden kann.

Noch bis 31.10. wird im Stadttheater Becketts „Warten auf Godot“ in der Inszenierung des Intendanten Christoph Nix gezeigt. Samuel Beckett bedient sich des Augenblicks des Wartens, aufgeladen mit clownesker Komik und der Tragik des Absurden. Die beiden Clowns Wladimir und Estragon warten irgendwo und irgendwann an einer Landstraße auf Godot. Sie wissen nichts über ihn, wann und ob er überhaupt kommt. Ein weiteres Figurenpaar kommt hinzu, Diener Lucky mit seinem Herrn Pozzo. Didi Danquart inszeniert ab 19.10. „Von Mäusen und Menschen“ nach dem Roman von John Steinbeck – ein Meisterwerk der amerikanischen Erzählkunst getragen von Hoffnung und dem Glauben an das Gute im Menschen. Geschildert wird die tiefe Freundschaft zwischen zwei amerikanischen Landarbeitern, dem geistig behinderten Lennie und dem lebensgewandten George. Regie führt Didi Danquart, geboren in Singen, der zuletzt mit der Verfilmung des Kriminalromans Goster von Gerd Zahner für den Grimme-Preis 2018 nominiert war.

In der Spiegelhalle ist noch bis 28.10. „Hundeherz“ nach dem Roman von Michail Bulgakow zu sehen – eine spannungsgeladene und aberwitzige Groteske über einen fantastischen Laborversuch, der im Kampf zwischen Schöpfer und Geschöpf endet. Andrej Woron führt Regie – man darf sich also wieder über eine bildgewaltige Inszenierung freuen. Danach inszeniert Stefan Eberle ab 10.11. „Erschieß die Apfelsine“ nach dem Jugendroman von Mikael Niemi, eine ungewöhnliche Coming of-Age Geschichte, die nicht nur Jugendliche auffordert, mit offenen Augen durch die Welt zu stolpern. In der Werkstatt setzt Nicola Bremer seit 6.10. „Your very own double crisis club“ von Sivan Ben Yishai in Szene. Es folgt ab 20.10. in der Regie von Oliver Vorwerk der Monolog von Neil LaBute: „Eine Art Liebeserklärung. Ein weiterer Monolog, „Der Reichsbürger“ von Annalena und Konstantin Küspert, wird ab 3.11. von Wolfgang Hagemann inszeniert. Auch die Weihnachtsmärchen stehen wieder auf dem Programm. Ab 11.11. wird im Stadttheater „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren für Kinder ab 7 Jahren gezeigt. Und in der Werkstatt kommen die Kleinen ab 3 Jahren bei „Vom Fischer und seiner Frau“ auf ihre Kosten. Hier starten die Vorstellungen ab 25.11.


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Sonett

www.theaterkonstanz.de

Foto: Ilja Mess



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