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WEGE IN DIE ABSTRAKTION – im Zeppelin Museum

29.11.2019 | QLT Redaktion

Marta Hoepffner, Hommage à Dada, 1965

Marta Hoepffner (1912–2000) ist eine zentrale Vertreterin der experimentellen Fotografie, die es in dieser Ausstellung zu entdecken gilt. Ihr Œuvre ist bis heute eher unbekannt und nur selten in Ausstellungen gezeigt worden. Mit über 50 Werken, die einen umfassenden Einblick in ihr Schaffen geben, widmet das Zeppelin Museum der Fotografin erstmals eine große Ausstellung. Gezeigt werden frühe s-w-fotografische Experimente, Porträts bis hin zu farbfotografischen Studien. Für die über 1000 Schülerinnen und Schüler bildete sie eine Brücke zwischen der Ästhetik der Vorkriegsmoderne und den Avantgardebewegungen nach 1945.
Gegenübergestellt werden ihre Arbeiten den Gemälden von Willi Baumeister (1889-1955), von ihm werden über 20 Werke zu sehen sein.
Hoepffner war ab 1929 an der Frankfurter Kunstschule die Schülerin von Baumeister, einem der bedeutendsten abstrakten Maler. Als er 1933 seine Professur verliert, verlässt auch sie solidarisch die Schule. Die Ausstellung stellt das vielfältige Werk Hoepffners und Baumeisters vor, die präsentierten Arbeiten reichen von den 1910er bis in die 1970er Jahre. Neben Werken aus der Sammlung des Zeppelin Museums sind hochkarätige Leihgaben und Archivalien zu sehen. Obwohl die beiden KünstlerInnen auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie der Weg in die Abstraktion und die Ablösung vom Gegenständlichen.

Ausstellungsdauer vom 29.11.–19.4.2020

www.zeppelin-museum.de



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