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Saisonstart – im Stadttheater Schaffhausen

11.08.2021 | QLT Redaktion

POWDER HER FACE Foto:©MAGALI DOUGADOS

Das Stadttheater Schaffhausen öffnet im September seine Türen für die Spielzeit 2021/22 – ein bunter Mix aus Klassikern, modernen Überarbeitungen und Neuproduktionen quer durch alle Sparten. Denn ein erprobtes Erfolgsrezept des Stadttheaters in Schaffhausen ist wie immer die enorme Bandbreite des Programms. Besonders hervorzuheben sind in der kommenden Saison Persönlichkeiten wie Mike Müller, Robert Hunger-Bühler, Walter Sittler, Nessie Tausendschön, Joachim Król, Stefan Gubser, Tina Teubner und Michael von der Heyde. Neben der Rückkehr bekannter und etablierter Ensembles wie der Bremer Shakespeare Company, der Gauthier Dance Company, dem Theater Pforzheim, dem Theater Orchester Biel Solothurn oder dem Kindertheater Lichtermeer sind etliche Ensembles zum ersten Mal in Schaffhausen zu Gast. So etwa die Nouvelle Opéra Fribourg, das Metropol Theater München, Imitating the Dog Theatre Company (UK), Kibbutz Contemporary Dance (Israel), das Landestheater Schwaben und das Theater Freiburg oder das Théâtre Vidy-Lausanne.

Die Theater-Abos
Wer von der bunten Vielfalt und so einigen Vorteilen profitieren möchte, tut gut daran, ein Theater-Abonnement zu lösen. Im Abo „Schauspiel“ sehen Sie aktuelle Stücke und zeitlose Klassiker, im Abo „Musiktheater“ entdecken Sie neue Werke, ungewöhnliche Lösungen und legendäre Stoffe, im Abo „Kabarett“ beantworten wir Ihnen die kleinen und grossen Fragen der Welt, im Abo „Unterhaltung“ sehen Sie Musicals, Komödien, Operetten, Liederabende und Slapsticks in einem, im Abo „Tanz“ tauchen Sie ab in andere Sphären und im Abo „Kinder & Familien“ geniessen Sie Family Time zu grossen Theatertiteln. Einen Überblick über alle Abonnements und Stücktitel sehen Sie auf der Webseite des Stadttheaters unter www.stadttheater-sh.ch

Auftakt mit der neuen Oper „Powder Her Face“
Saisonauftakt macht Ende September die musikalisch höchst abwechslungsreiche und unterhaltsame Oper „Powder Her Face“ des britischen Komponisten Thomas Adès. Geschrieben wurde sie im Jahre 1995 und handelt vom ausschweifenden Leben der „dirty duchess“ Margaret Campbell – ein weiblicher Don Giovanni, der in den 60er-Jahren in England sein Unwesen treibt.
Dass Don Juan allein in Spanien 1003 Geliebte gehabt hatte, liess man ja noch durchgehen. Aber dass Margaret Campbell, Herzogin von Argyll, es auf 88 Liebhaber brachte, das war definitiv zu viel für die gehobene britische Gesellschaft der 1960er-Jahre. Die von der Yellow Press enthüllten sexuellen Eskapaden der als „Dirty Duchess“ verschrienen Society-Lady machte die Kehlen heiss und heiser. 1963 kam es zu einem aufsehenerregenden Scheidungsprozess, in dem ihr selbst untreuer Ehemann, dem Gericht Fotos vorlegte, die für die britische Mittelschicht zum Inbegriff der Verderbtheit einer lasterhaften Upperclass wurden. Die genialische Oper „Powder her Face“ von Thomas Adès widmet sich dem skandalumwitterten Leben dieser letztendlich tragischen Frauengestalt, das 1912 begann und 1993 in einem englischen Pflegeheim in Armut endete. Eine bissige Gesellschaftssatire über Amoral, Dekadenz und Voyeurismus.
Thomas Adès (*1971) ist ein Allrounder mit Tiefgang. Eigentlich Komponist, Dirigent und Pianist, will der gebürtige Londoner die Menschen mit seiner Musik erreichen. Und das gelingt ihm. Hochdekoriert und der Musikwelt bestens bekannt, arbeitet Thomas Adès mit den weltweit führenden Orchestern, Opernhäusern und Festivals zusammen. Klassik und Jazz, Atonalität und Dreiklang-Harmonie, Anleihen aus dem Blues und der Barockmusik, Flirts mit Tango und Variété – aus diesem Vielklang setzt sich sein bisheriges Schaffen zusammen. Mit seiner ersten Oper „Powder Her Face“ aus dem Jahre 1995 landete Adès einen Welthit.
Die Aufführung „Powder her Face“ wird präsentiert von der Nouvelle Opera Fribourg in der Regie von Julien Chavaz und kommt nach den von der Kritik hoch gelobten Premiere in Paris am 28. September nach Schaffhausen.

Die Plakatmotive
Das Stadttheater Schaffhausen entwickelt jede Saison mit einer neuen Künstlerpersönlichkeit die Sujets für seine Stück- und Monatsplakate. Ab September erscheinen diese mit Illustrationen der Zürcher Grafik Designerin Janine Wiget. Ihre Arbeit ist stilistisch sehr vielfältig und zeichnet sich durch hohe Präzision und Liebe zum Detail aus. Dank dem digitalen Fortschritt verschiebt sie ihren Arbeitsplatz mit Laptop und iPad im Gepäck gerne ins Ausland oder auf einen Schweizer Campingplatz. Die neue Plakatserie 2021/22 für das Stadttheater Schaffhausen beispielsweise ist in Spanien entstanden. Dabei hat Janine Wiget in einem rein digitalen Prozess nach stückspezifischen Bildkompositionen gesucht, verschiedene Bildtexturen darübergelegt und eingefärbt. www.janinewiget.com

Tickets & Verkauf von Abonnements
Stadttheater Schaffhausen
Herrenacker 23
CH-Schaffhausen

Tel: +41 (0) 52 625 05 55
MO-Fr 16-18 Uhr, SA 10-12 Uhr
Mail: stadttheater@stsh.ch
www.stadttheater-sh.ch



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