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Praller Kulturkalender – Kulturbüro Friedrichshafen

30.01.2020 | QLT Redaktion

Foto: Dieter Wuschanski

Geboten wird alles vom Schauspiel über Tanz und Lesung bis hin zum großen Sinfonie- und intimen Kammerkonzert. Eine kleine Auswahl, die hoffentlich Lust auf mehr macht: Ganz großes Theater bietet das Schauspiel Chemnitz gemeinsam mit dem Ballett Chemnitz und seiner Inszenierung von Goethes „Faust II“, ein Werk, das wegen seiner vielen unterschiedlichen Handlungsorte nur selten auf die Bühne gebracht wird. Dem Schauspiel Chemnitz ist eine hoch gelobte, sinnliche Version voller fesselnder Einfälle gelungen (4.2., 19 Uhr, Graf-Zeppelin-Haus). „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann war ein Bestseller. Die Badische Landesbühne Bruchsal zeigt eine lebendige und überzeugende Bühnenfassung angereichert mit wirksamen Bühnenmitteln wie schwarzes Theater, Puppenspiel und raffinierte Lichteffekte (29. & 30.1., 19:30 Uhr, Bahnhof Fischbach). Zeitgenössischen Tanz aus dem fernen Ural bietet das Chelyabinsk Contemporary Dance Theater, das ein einzigartiges und unverwechselbares tänzerisches Vokabular entwickelt hat. Bereits mit seinem ersten Stück machte das Ensemble unter Leitung von Olga Pona international Furore. „Different“ – die neue Choreografie, stellt die Persönlichkeiten der Tänzerinnen ins Zentrum: Tanz als Lebensnotwendigkeit (13. & 14.2., 19:30 Uhr, Bahnhof Fischbach).
Musikalisch setzen das Royal Scottish National Orchestra unter Leitung von Thomas Søndergård und die Violinistin Nicola Benedetti mit Werken von Vaughan Williams, Sibelius und Elgar einen Glanzpunkt im Sinfoniekonzertprogramm. Nicola Benedetti, die Schottin mit englischen Wurzeln, überzeugt Presse und Publikum mit ihrem hoch musikalischen Spiel und ihrer einnehmenden Bühnenpräsenz (24.1., 20 Uhr, Graf-Zeppelin-Haus). Ebenso glanzvoll begeistern die Academy of St. Martin in the Fields und der Pianist Fazil Say ihr Publikum, Künstler, die als Garanten für ein ganz besonderes Konzerterlebnis gelten (1.2., 20 Uhr, Graf-Zeppelin-Haus). Nicht weniger präsent auf der Bühne ist auch Alice Sara Ott, die für ihre atemberaubende Technik und ihren wunderbar vielfältigen Ton gerühmte junge Pianistin (13.2., 20 Uhr, Graf-Zeppelin-Haus). Seit 2006 erregt sie mit gefeierten Debüts international Aufsehen. Ihr Klavier-Recital entführt das Publikum mit Werken von Debussy, Satie und Chopin in die „Abenddämmerung“ (Nightfall). Das herausragend virtuose Arcis Saxophon Quartett zündet gemeinsam mit der Cellistin Raphaela Gromes und dem Pianisten Julian Riem ein brillantes musikalisches Feuerwerk. Sechs junge Künstler*innen, die die Funken mit Musik von Ravel, Offenbach, Bernstein und Gershwin sprühen lassen (7.2., 19:30 Uhr , Bahnhof Fischbach).
Wer es lieber ruhig und literarisch mag, dem sei die Lesung mit Uwe Timm, einem der bedeutendsten deutschen Schriftsteller, empfohlen. Er liest aus seinem Roman „Morenga“, ein aufregender Roman voller wahrer Begebenheiten, eine faszinierende Verbindung von Fiktion und dokumentarischer Authentizität (27.1., 20 Uhr, Kiesel im k42).

www.kultur-friedrichshafen.de



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