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Our Story – Das K9 Konstanz wird 30!

16.09.2020 | QLT Redaktion

Aufnahme P. Motz 1962 Quelle UB Heidelberg

Während der Verein schon 34 ist, feiert das K9 als älteste Kleinkunstbühne in der Konstanzer Altstadt in den Räumen der ehemaligen Paulskirche im September diesen Jahres sein 30-jähriges Bestehen. Charakteristisch an dem aufwändig renovierten Gebäude aus dem 10. Jahrhundert n.Chr. ist die restaurierte Barock-Stuckdecke.


Die Wurzeln des K9 reichen zurück in die frühen 1980er und dem “Fischkult”, dem ersten soziokulturellen Zentrum in Konstanz, standesgemäß für diese Zeit in einem besetzten leerstehenden Haus am Fischmarkt. Nach nur knapp drei Jahren wurde dieses Kulturzentrum 1984 abgerissen und die Suche nach Räumen begann von vorne. Wieder kam ein leerstehendes Gebäude ins Spiel – diesmal bereits auf legalem Wege. Längst hatte die alternative Kulturszene Anerkennung erreicht und konnte mit der Stadt Konstanz verhandeln. Die Katzgasse 9 sollte es sein. Der “Fischkult” löste sich auf, ein neuer Verein wurde gegründet und erhielt passend zum designierten Standort den Namen “K9”. Doch auch dieser Plan war nur von sehr kurzer Dauer und die Suche ging weiter. Zu guter Letzt wurde, mit Unterstützung aus Stadt und Politik, ein sanierungsbedüftiges Baudenkmal gefunden, die ehemalige Paulskirche. Der Name des Vereins blieb bestehen und so konnte am 1.9.1990 das K9 eröffnen.

Nun sind 30 Jahre vergangen und das K9 blickt zurück auf ein unglaublich facettenreiches Programm von Musik, Kabarett, Tanz, Film, Theater & Improtheater, Umweltschutzabenden, Infoständen und Podiumsdiskussionen. Das Programm ist so vielfältig, wie die Menschen, die darin über so viele Jahre Gast sind, ehrenamtlich helfen, arbeiten oder auf der Bühne stehen.

Das K9 ist Heimat für regionale Kunst, Kleinkunst und aber auch für große bekannte Musiker, Kabarettisten, Comedians, Theater/Schauspieler und alle anderen, die ihr Publikum bereichern. Um mit Georg Schramm, Serdar Somuncu, Helge Schneider, Nico Semsrott, Womy Wonder, Eckart von Hirschhausen, Huschke, Sarah Lesch, Murat Topal nur ein paar der herausragenden Solo-Künstler*innen zu nennen, folgen auf Bandebene ebenso viele hervorragende Künstler *innen. Viele von ihnen kommen bereits seit vielen Jahren und verzaubern jedes Mal aufs Neue. Die Liste ließe sich natürlich endlos fortsetzen, aber um auch hier nur ein paar wenige zu nennen: HISS, Dikanda, Iva Nova, Quadro Nuevo, Felix Meyer & Band, Jürgen Waidele & Band, Fatcat oder die zahlreichen Chöre wie beispielsweise die Zoffvoices, Warten auf Heizmann oder die Querbeetsänger.

Bekannt ist das K9 auch für einzelne Reihen, Kooperationen und Formate, die sich schon über Jahrzehnte etabliert haben. Beispielsweise das TmbH, die SplitterNacht oder die Tanzveranstaltung „Jive the Night!“ sind zu Aushängeschildern geworden. Viele andere Reihen wie die Salsa-Kurse & Partys, Umweltschutzabende der Energie-Visionen oder des Doku-Winters, Jam-Sessions wie die Just Wood, das Wohnzimmerkonzert, all die Konzerte des Jazzclubs und die Samstag-Disco machen das K9 zu einem besonders vielfältigen Begegnungsort.


Aufgrund der unklaren Lage verzichtet der K9 e.V. auf eine eigene Jubiläumsfeier und hofft, dass wenigstens das geplante Programm stattfinden kann. Ein angemessenes Fest wird eventuell nachgeholt, wenn die Umstände ein gemeinsames Tanzen und Feiern wieder zulassen.

www.k9-kulturzentrum.de



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