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Museum für Archäologie Thurgau – Mittelalter am Bodensee

03.03.2022 | QLT Redaktion

Mittelalterliche Glasgefässe aus einer Latrine in Schaffhausen, Foto: Kantonsarchäologie Schaffhausen.Schreiner

Das Museum für Archäologie Thurgau in Frauenfeld zeigt vom 19.2. bis 6.6. die internationale Sonderausstellung „Mittelalter am Bodensee – Wirtschaftsraum zwischen Alpen und Rheinfall“. Über 150 zum Teil erstmals in der Öffentlichkeit präsentierte Exponate vermitteln Einblicke in eine Zeit, in welcher der Bodensee ein eng verflochtener Wirtschaftsraum war. Man nutzte den Bodensee und seine Zuflüsse als Wasserwege. Städte bildeten Bündnisse, man einigte sich auf einheitliche Währungssysteme und betrieb Handel mit Venedig, Mailand, Lyon, Barcelona oder Brügge. Exportschlager waren Leinengewebe, importiert wurden exotische Gewürze sowie Salz. Der Eisen- und Silberbergbau führte ebenfalls zu Reichtum.

Die Landwirtschaft bildete die Grundlage für die Nahrungsversorgung der Bevölkerung. In den Städten arbeiteten zahlreiche Handwerker – darunter Schuhmacher, Beinschnitzer oder Glasverarbeiter, die ihre Waren feilboten. Die archäologisch und anthropologisch untersuchten Friedhöfe sowie schriftliche Quellen geben Auskunft über die Bevölkerung, ihre Gesundheit sowie deren Glaubensvorstellungen. Zur Sonderausstellung ist ein reich bebilderter Katalog erschienen, der für CHF 24.- im Museumsshop oder Buchhandel bezogen werden kann.
www.archeologie.tg.ch



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