sprich:[kult] Kultblatt seit 1979

Kunstmuseum Lindau: Sonderausstellung

07.05.2020 | QLT Redaktion

Paula Modersohn-Becker, Mädchenbildnis mit gespreizter Hand vor der Brust,
Leinwand, um 1905 © Von der Heydt-Museum, Wuppertal/ Foto: Antje Zeis-Loi,
Medienzentrum Wuppertal

Kunstmuseum Lindau: Sonderausstellung „Paula & Otto – Kunst und
Liebe im Aufbruch“ öffnet am Freitag, 15. Mai 2020

Das Warten hat ein Ende. Optimismus und Zuversicht werden belohnt. Nachdem die bayerische Staatsregierung die Öffnung der Museen erlaubt hat, startet das Kunstmuseum Lindau am Freitag, 15. Mai, mit seiner Sonderausstellung „Paula & Otto – Kunst und Liebe im Aufbruch“.„Wir freuen uns sehr, dass wir nun endlich öffnen dürfen. Als die Museen wegen der Corona Krise schließen mussten, sind wir zuversichtlich geblieben und haben kontinuierlich an unserer Sonderausstellung weitergearbeitet. Wir haben sie fertig gestellt, ohne zu wissen, ob wir die Werke von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn jemals zeigen dürfen. Umso mehr freuen wir uns jetzt, dass unser Optimismus belohnt wird und dass wir unsere Museumstüren endlich öffnen dürfen“, kommentiert Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn die Eröffnung.

Mit rund 50 Originalwerken von Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und Otto Modersohn (1865-1943) präsentiert das Kunstmuseum Lindau das bedeutendste deutsche Künstlerpaar des frühen 20. Jahrhunderts und führt das faszinierende Themavon Liebe und Kunst im Aufbruch zur Moderne vor Augen.

Die Ausstellung, die von der Kuratorin des Kunstmuseums, Dr. Sylvia Wölfle zusammengestellt wurde, beleuchtet, wie außergewöhnlich modern diese Künstlerbeziehung für die Zeit um 1900 war, wie Otto und Paula vor ein- und demselben Motiv zu ähnlichen oder sehr individuellen Bildlösungen fanden, wie sie voneinander lernten, die Werke des anderen kritisch in den Blick nahmen oder ganz eigenständige Wege gingen. So illustriert die Schau eindrucksvoll, wie es beiden in der Kunst und im Leben immer wieder gelang, die unvermeidlichen, den Umständen der Zeit geschuldeten Herausforderungen mutig zu begegnen, bevor Paula 1907 im Alter von nur 31 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer jungen Schaffensjahre frühzeitig verstarb.

Anhand ausgewählter Werke aus Privatsammlungen, Kunststiftungen und Museen werden Arbeiten zweier herausragender Künstlerpersönlichkeiten in einen spannenden Dialog gebracht. Zudem wird in der Lindauer Ausstellungsserie auch erstmals eine bahnbrechende Künstlerin als Protagonistin der Moderne in den Blick genommen. Die Schau wird unterstützt durch die Paula-Modersohn-Becker-Stiftung in Bremen und die Otto-Modersohn-Stiftung in Fischerhude. Das Lindauer Kunstmuseum setzt damit seine Reihe zu Künstlern der Moderne mit bisher rund 600.000 Besuchern konsequent fort.

Natürlich muss sich das Lindauer Kunstmuseum, wie alle anderen Einrichtungen auch,an die Auflagen bezüglich der Corona Krise halten. Dazu gehört, dass sowohl die MitarbeiterInnen des Museums, als auch die BesucherInnen Masken tragen, dass Mindestabstände gewahrt werden und dass die Besucher-Anzahl beschränkt wird. Zudem ist auch für die Möglichkeit der Hand-Desinfektion gesorgt und im Kassenbereich wurden Glaswände eingebaut. Die Audio-Guides werden regelmäßig desinfiziert und mit Einweg-Kopfhörern ausgerüstet. Führungen und Workshops wird es zunächst nicht geben.

Die wichtigsten Infos auf einen Blick „Paula und Otto – Kunst und Liebe im Aufbruch“ ist von 15. Mai bis 27. September 2020 im Lindauer Kunstmuseum am Inselbahnhof (Maximilianstraße 52, 88131 Lindau)zu sehen. Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Sonderausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung in Bremen sowie der Otto-Modersohn-Stiftung in Fischerhude gestaltet.

Geöffnet: 15. Mai – 27. September 2020
Mo – So 10 – 18 Uhr

Kunstmuseum am Inselbahnhof
Maximilianstraße 52, 88131 Lindau (B)
Telefon: +49 8382 274747850
museum@lindau.de
www.kultur-lindau.de