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JOHANNES DÖRFLINGER – Orakel

31.08.2021 | QLT Redaktion

Foto: Kunstverein Konstanz

Ausstellung im Kunstverein Konstanz bis 19.09.2021

Malerische Polaroid-Transformationen kennzeichnen Johannes Dörflingers künstlerisches Werk der letzten Jahre. Für die Polaroid-Aufnahmen inszeniert der Künstler oft Objekte aus seiner eigenwilligen Sammlung, antike Fundstücke ebenso wie skurrile Alltagsgegenstände.

Die so entstandenen Fotografien werden durch ein Wechselspiel zwischen farbintensiver Übermalung und bewahrender Aussparung von Einzelheiten des Polaroid-Bildgrunds verdichtet. Die kleinformatigen, leuchtend farbigen Polaroid-Transformationen werden in der Ausstellung in lebhaftem Kontrast zu großformatigen Arbeiten gezeigt, u.a. Kohlezeichnungen, deren prägnant-sparsamer Strich Formen und Figuren leicht und wie improvisiert entwirft. Passend zu seinem Lebensjubiläum zeigt Dörflinger (*1941) eine aktuell entstandene 80teilige Werkserie, aus der sich auch der Titel der Ausstellung herleitet: Orakel. Diese „80 Erzählungen in Polaroid-Transformationen“ gliedert Dörflinger in 20 Blöcke zu je vier Arbeiten, deren Obertitel, z.B. Arbeiter, nicht selten in einem unerwarteten Kontrast zu den Titeln der einzelnen Arbeiten, im Beispiel Sänger, Poet, Akrobat und Magier, stehen. Schon in dieser Titelgebung wird deutlich, wie eigenständig Dörflingers Denk- und Bildwelt angelegt ist. So vielfach, wie Dörflingers weit gespanntes Werk, dessen internationale Wahrnehmung bis in die 1960er Jahre zurückreicht und in das die Ausstellung des Kunstvereins Konstanz einen aktuellen Einblick gibt, auch zu interpretieren ist, seine Arbeiten sind stets nichts weniger als „Angelhaken für die Phantasie“, wie es der Künstler selbst formuliert.

Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Freitag von 10–18 Uhr und Samstag und Sonntag von 10–17 Uhr.

Weitere Informationen unter www.kunstverein-konstanz.de



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