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Ittinger Pfingstkonzerte 2022 – Hommage auf Bach

30.12.2021 | QLT Redaktion

Isabelle Faust, Foto: Felix Broede

Mit dem exquisiten Thema „Hommage auf Bach“ bezeugen der international hochrenommierte Hammerflügelvirtuose Kristian Bezuidenhout und die weltbekannte Geigerin Isabelle Faust ihre tiefe Bewunderung für den Großmeister des Barock, ja, für den vielleicht bedeutendsten Komponisten überhaupt, für Johann Sebastian Bach. Der Vorverkauf für die Pfingstkonzerte 2022 ist eröffnet!

Geschickt kombiniert die künstlerische Leitung selten zu hörende Preziosen aus dem Umfeld von Bach, etwa von Johann Christoph Bach, Telemann, Graupner, Pisendel, Stölzel oder Goldberg mit einer delikaten Auswahl von Bachs bedeutendsten Werken.

Bereits im Eröffnungskonzert am 3.6. rücken die Pfingstkonzerte Johann Sebastian Bach in den Mittelpunkt. Am 4.6. ist auch Johann Georg Pisendel im Fokus der Pfingstkonzerte. Sein kompositorisches Œuvre ist zwar eher klein, aber von erlesener Qualität. Das zeigt auch dieses Konzert, in dem einige von Pisendels Kammermusikwerken der Musik des großen Bach an die Seite gestellt werden. Bei einem seiner Stücke hatte man sogar lange Zeit Bach als Urheber vermutet.

Er galt bereits zu Lebzeiten als Institution: Georg Philipp Telemann. Am 4.6. bietet sich die seltene Gelegenheit, einige von Telemanns Kammermusikwerken kennenzulernen, ergänzt um zwei populäre Werke seines Zeitgenossen Johann Sebastian Bach. Dieser war oft in erdrückender Zeitnot, wenn er seine Werke schrieb. Das zeigt sich beispielsweise an der Kunst des Parodieverfahrens, wenn Bach Teile aus bereits komponierter Musik neu zusammensetzte oder mit neuen Texten versah. Daher auch die Vielfalt der für dieses Konzert am Pfingstsonntag (5.6. um 12:15 Uhr) ausgewählten Komposition. Um 17 Uhr wird dann ein musikhistorischer Irrtum aufgeklärt: Lange Zeit dachte man, die berühmte Arie „Bist du bei mir“ sei von Johann Sebastian Bach. In Wirklichkeit stammt sie von Gottfried Heinrich Stölzel. Ähnliches gilt auch für Georg Philipp Telemann. Dieses Konzert bietet die Gelegenheit zu einem Gipfeltreffen der wichtigsten Komponisten ihrer Zeit. Um 21 Uhr wird in der Klosterkirche Licht in den weitverzweigten und unübersichtlichen Stammbaum der Musikerfamilie Bach gebracht. So stösst man auf den Namen Johann Christoph Bach gleich mehrfach. Hier ist der lange Zeit in Eisenach tätige Sohn von Heinrich Bach gemeint. Nur wenige Werke haben sich von ihm erhalten, darunter mehrere Motetten. Zwischen zwei für dieses Konzert ausgewählten Motetten erklingt eines der berühmtesten Werke von Johann Sebastian Bach: die zweite Partita für Violine solo mit der fulminanten Ciaccona am Schluß.

Zum Abschluss wird ein weiterer bedeutendender Komponist der Barockzeit präsentiert: Christoph Graupner. Er hatte sich in Leipzig auf die Stelle als Thomaskantor beworben, dann aber zurückgezogen – und so konnte Johann Sebastian Bach schliesslich den begehrten Posten übernehmen. Hier sind beide Komponisten vereint.

Das detaillierte Programm gibt es auf www.kartause.ch/pfingstkonzerte
Tickets für die sieben Konzerte können online gebührenfrei platzgenau reserviert werden.



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