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Frauenrechte sind Menschenrechte!

12.02.2020 | QLT Redaktion

Bild: Nonhlanhla Mathe

Die Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz lädt ein zum 8.3.2020. Diese Regierung hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“ – mit diesen Worten stellte Marie Juchacz 1919 als erste Rednerin vor einem deutschen Parlament klar, dass die Frauen für das Wahlrecht nicht etwa Dank schuldig seien. Es waren vor allem die Frauen selbst, die für dieses urdemokratische Recht kämpften, öffentlich das Wort ergriffen und sich lautstark einsetzten. Die Vorsitzende des „Verbands für Frauenstimmrecht“ Anita Augspurg kam 1911 auch nach Konstanz und trat mit engagierten Frauen vor Ort für Frauenrechte ein. Was, wenn es diese Engagierten nicht gegeben hätte? Was, wenn sie irgendwann der Mut verlassen hätte, sich den Widerständen entgegenzustellen?

Unter dem Motto „Frauenrechte sind Menschenrechte!“ lädt die Chancengleichheitsstelle der Stadt Konstanz gemeinsam mit Frauengruppen, Initiativen und Beratungsstellen zu einem vielfältigen Programm rund um den internationalen Frauentag am 8.3. ein. Rechte stärken – das kann nur gelingen, wenn der gesellschaftliche Beitrag von Frauen sichtbar wird, wenn positive Beispiele uns Aufwind geben. Das Engagement für die Rechte von Frauen und Mädchen und für gleiche Chancen darf nicht nachlassen – finden viele Institutionen und Initiativen in Konstanz.

Dass Frauenrechte Menschenrechte sind, bedeutet nicht, dass sie nicht extra erwähnt werden sollten. Im Gegenteil – als unveräußerliche Menschenrechte bekommen sie umso mehr Gewicht. Chancengleichheit und Gleichstellung sind heutige und aktuelle Themen – dies machen viele der Veranstaltungen deutlich. Das Programm bietet Begegnungsräume, Beratung, Vorträge, Filme, Party und viele Gelegenheiten zu diskutieren und sich auszutauschen. Insbesondere der Markt der Möglichkeiten am 7. 3. zwischen 14 und 17 Uhr im Konzil ermöglicht es einem breiten Publikum, Institutionen, Angebote und Engagierte kennenzulernen, sich zu informieren oder einfach Gespräche zu führen.

Mehr Informationen im Programmheft oder unter
www.konstanz.de/chancengleichheit