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Die neue Spielzeit der Südwestdeutschen Philharmonie

08.08.2022 | QLT Redaktion

Emmanuel Tjeknavorian, Foto: Uwe Arens

Das Programm für die Saison 2022|2023 steht und die Besucher dürfen sich auf abwechslungsreiche Konzerte freuen, auf die spannenden Solistinnen und Solisten und natürlich den neuen Chefdirigenten.

So kommen beispielsweise der herausragende Pianist Stephen Hough und David Orlowsky mit seiner „singenden Klarinette“, ein Grenzgänger zwischen den verschiedensten musikalischen Genres, erstmals an den Bodensee. Erneut eröffnet der erste Gastdirigent der SWP – Marcus Bosch – die Philharmonische Saison und setzt darüber hinaus seinen Bruckner-Zyklus mit Bruckners 7. Symphonie im Konstanzer Münster fort. Mit Emmanuel Tjeknavorian kehrt ein junger Dirigent zurück, der in der laufenden Saison mit seinem hochmusikalischen Dirigat begeisterte und der prädestiniert ist für Gustav Mahlers emotionale 5. Symphonie.

Jedes der zehn philharmonischen Konzerte ist geprägt von einer inhaltlichen Klammer und bietet einen spannenden Mix aus Klassikern des symphonischen Repertoires, wie Beethovens „Pastorale“ und Mendelssohns „Italienische“, und bislang selten in Konstanz gespielte Werken wie Ottorino Respighis „Fontane die Roma“ oder Auszüge aus Leoš Janáčeks Oper „Das schlaue Füchslein“. So geht es im 2. Philharmonischen Konzert „ungezügelte Natur“ um die künstlerische Reflexion des mehr als aktuellen Verhältnisses von Mensch und Natur. Das 3. Philharmonische Konzert „Schöne Welt!?“ hinterfragt das Thema Reisen. So inspirierte die Faszination für Italien, welche seit Goethes Zeiten insbesondere die Deutschen befallen hat,
Felix Mendelssohn Bartholdy zu seiner berühmten „Italienischen“. Gustav Mahlers „Lieder eines fahrenden Gesellen“ hinterfragen das unfreiwillige Verlassen der Heimat; die Suche nach Erfüllung in der Ferne aber auch die Flucht als Reaktion auf erfahrenes Leid. Dem „verwandelnden Spiel des Karneval“ wendet sich das 6. Philharmonische Konzert „Masquerade“ zu. Alles wird verkehrt: oben und unten, gut und böse, schön und hässlich, Mann und Frau. „Was ist Schein? Was ist Sein?“ fragen dabei Hector Berlioz und Igor Strawinsky. Überirdische Schönheit, eine Symphonie als Welt, das schließlich zeigt uns Gustav Mahler mit seiner epischen 5. Symphonie im 8. Philharmonischen Konzert.

Hinzu kommen vielfältige Konzerte im Bereich Musikvermittlung für alle Altersstufen (eduART), abwechslungsreiche Kammermusik, ein „Tag der alten Musik“ mit dem Cembalisten und Dirigenten Jörg Halubek, die Cross-over-Reihe „unlimited“ sowie das neue Konzertformat im Steigenberger Inselhotel unter dem Motto #takeover, unter der künstlerischen Leitung des Bratschers und Geigers Lawrence Power. Das Neujahrskonzert rund um den Bodensee schwelgt unter dem Motto „Freunde, das Leben ist lebenswert!“ im Klangrausch der Operette.

Das Abonnement in Radolfzell wird in der Saison 2022|2023 mit vier Konzerten weitergeführt. Und natürlich gelten in der neuen Saison wieder das Kultursemesterticket für Studierende und die Kulturtafel für Personen mit geringerem Einkommen.

www.philharmonie-konstanz.de



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