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Der Sinfonische Chor Konstanz – Louis Spohr „Die letzten Dinge“

18.10.2022 | QLT Redaktion

Der Sinfonische Chor ist als einer der größten und ältesten Chöre der Stadt fest in der regionalen Musikszene verankert. Schwerpunkte der Chorarbeit sind die regelmäßigen konzertanten Aufführungen von bekannten oder auch bisher unbekannten Werken. Als gastgebende Kirche ermöglicht die Kirche St. Gebhard in Petershausen die großen Aufführungen, die dort oft gemeinsam mit der Südwestdeutschen Philharmonie oder dem Concerto Konstanz stattfinden. Daneben konzertierte der Chor u. a. im Konzil Konstanz, Konzerthaus Luzern, der Tonhalle Zürich, der Queen Elizabeth Hall London oder, zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra, im Hallenstadion Zürich. Der Sinfonische Chor pflegt internationale Beziehungen zu seinen Partnerchören in Richmond, Fontainebleau und Budapest, zu den zwei Chören des Dreibundes Konstanz, Schaffhausen und St. Gallen sowie anderen befreundeten Chören in der Schweiz. Wiederholt wurde der Chor mit der Badischen Chorprämie ausgezeichnet.

Am 13.11. wird der Sinfonische Chor das Oratorium „Die letzten Dinge” von Louis Spohr in der Kirche St. Gebhard unter der Leitung von Wolfgang Mettler zum ersten Mal in Konstanz aufführen. Spohr (1784 – 1859) war ein einst sehr berühmter Geiger, Dirigent und Komponist. Heute ist der Name Louis Spohr fast nur noch Musikkennern ein Begriff. Zu seinen Lebzeiten gehörte er zu den berühmtesten Musikern überhaupt. Er genoss Bekanntheit wie Mozart oder Beethoven und war als Komponist, Geigen-Virtuose und Dirigent äußerst vielseitig.

Auf vier große Stimmen darf man sich am 13.11. besonders freuen: Christina Daletska (Mezzosopran) wurde 1984 im ukrainischen Lwiw (Lemberg) geboren. Sie konzertiert regelmäßig mit renommiertesten Ensembles, kürzlich trat sie in der Berliner Philharmonie, im Wiener Konzerthaus, in der Philharmonie Luxembourg, im Concertgebouw Amsterdam sowie in der Elbphilharmonie auf. Darüber hinaus ist sie offizielle Botschafterin für Amnesty International. Stefanie Irányi (Alt) studierte an der Musikhochschule in München und war Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe. Mit großem Erfolg debütierte Stefanie Irányi als Brangäne in der Neuproduktion von Tristan und Isolde am Opernhaus in Bari. CD-Erscheinungen wie die Live-Aufnahme des „Rheingolds“ unter Sir Simon Rattle dokumentieren ihr herausragendes künstlerisches Schaffen. Das Konstanzer Publikum hat die Sängerin bereits in der spektakulären Aufführung von Franz von Suppés „Requiem“ mit dem Sinfonischen Chor kennen gelernt. Thomas Gropper (Bass) studierte Opern- und Konzertgesang sowie Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik und Theater München und bei Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin. Seit 2016 leitet er auch den Kammerchor Chur. Johannes Petz (Tenor) stammt aus dem baden-württembergischen Albstadt-Lautlingen. Dem Abitur mit Leistungsfach Musik in Meersburg schlossen sich ein Schulmusikstudium, ein Diplomstudiengang im Fach Klavier sowie ein Gesangsstudium an der MHS Trossingen an. Als Konzertsänger ist er auf Oratorien und Liedgesang spezialisiert. Johannes Petz war über ein Jahrzehnt unter der Leitung von Prof. Schreier Mitglied der „Neuen Vocalsolisten Stuttgart“.

Weitere Infos & VVK: www.sinfonischer-chor-konstanz.de



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