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Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke

14.01.2022 | QLT Redaktion

Foto: G2 Baraniak

Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht. Wider alles Erwarten wird Joachim auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg. Tags¬über wird er nun an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten großelterlichen Sofa in Alkohol. Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Die Tage der Großeltern sind durch aben¬teuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Mühsam überdecken sie damit die Leere ihres Daseins. Ihn treibt die ausbildungsbedingte Überforderung um, täglich erlebt er das eigene Scheitern. Joachim Meyerhoff hat in seinem dritten Roman die Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt unbewusst unter die Lupe und erkennt überall Risse, Sprünge und Lücken.

FR 11 Febr 22
19:30 Uhr
Graf-Zeppelin-Haus
Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke nach dem Roman von Joachim Meyerhoff
Bühnenfassung: Henning Bock und Anke Kell
Regie: Henning Bock
Altonaer Theater
Einführung: 19:00 Uhr

Dauer: 140 Minuten inkl. Pause
Karten: 33 / 26 / 18 / 11 €
Vorverkauf: Graf-Zeppelin-Haus
T: 07541 / 288-444, ticket@gzh.de
www.kulturbüro.friedrichshafen.de / reservix.de



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