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Startschuss für das Arte Romeias – Kunstprojekt

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Bevor die alten Wohngebäude in der Singener Romeiasstraße abgerissen werden, um einem modernen Neubau Platz zu machen, werden sie noch einmal so richtig genutzt und belebt. Am Montag, 19. Juni war die offizielle Schlüsselübergabe der Baugenossenschaft Hegau an die Künstler des Projektes Arte Romeias. Sie dürfen sich in den kommenden Wochen in den noch leerstehenden und kahlen Gebäuden aus den 30er Jahren kreativ ausleben. Das große Graffiti, welches das Projekt auf der Hauswand des Gebäudes Nummer 17 schon ankündigt, spiegelt den Geist von Arte Romeias wider. Das Kunst- und Kulturprojekt ist nämlich eine Übergangsphase zwischen Altem und Neuem. So vergänglich wie ein Gemälde auf einer öffentlichen Wand ist auch dieses Projekt, aber gleichzeitig ist es eine gute Chance, das Gebäude noch einmal zu nutzen und Künstlern aus der Umgebung Raum zu geben, sich zu entfalten. Bis vor Kurzem dienten die 36 Wohnungen noch als Unterkunft für Flüchtlinge, von denen sich auch einige am Projekt beteiligen werden.

Ab dem Tag der Schlüsselübergabe haben die Künstlerinnen und Künstler nun Zeit, die 86 Räume frei zu gestalten. Dabei sind ihnen keine Grenzen gesetzt. Von Donnerstag, 20. Juli bis Sonntag, 23. Juli werden die Arbeiten dann der Öffentlichkeit mit einem großen Kunstfestival präsentiert. Die Besucher werden die Möglichkeit haben, alle Räume zu besichtigen. Es wird Musik, Theater, Performances und verschiedenste kulinarische Köstlichkeiten geben. Der zum Gebäudekomplex dazugehörige Garten wird ebenfalls bespielt. Am Freitag und am Samstag gibt es auf „Underground-Dancefloors“ in den Kellern der Häuser Parties. Studierende der Universität Konstanz werden in einem Seminar von Jörg Lillich das Projekt begleiten. Sie werden einen Katalog mit Fotos und Texten sowie einen kurzen Film anfertigen, in dem jeder Künstler vorgestellt und das Projekt dokumentiert werden soll.