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PopArt meets Überlingen – Grafiken und mehr

21.11.2016 | QLT Redaktion

alex-kats-black-hats-iv2012Die Bezeichnung Pop Art wird dem englischen Kunstkritiker Lawrence Alloway zugeschrieben. Die Pop Art wird häufig als Reaktion auf die betont intellektuelle abstrakte Kunst charakterisiert und wendet sich dem Trivialen zu. Sie ist eine Kunstrichtung, vor allem in der Malerei und Skulptur, die Mitte der 1950er Jahre unabhängig voneinander in England und den USA entstand und in den 1960er Jahren zu einer vorherrschenden künstlerischen Ausdrucksform Nordamerikas und Europas wurde. Die Motive sind häufig der Alltagskultur, der Welt des Konsums, der Massenmedien und der Werbung entnommen, wobei die Darstellung in fotorealistischer und meist überdimensionierter Abbildung erfolgt. Der Popkünstler fordert die absolute Realität, das heißt, dass alle Elemente rein, klar definierbare Gegenstands-Elemente sein müssen. Wie in Comic Heften werden die Formen von einigen Künstlern schwarz umrandet (Outlines). Die dargestellten Gegenstände werden oft ohne Tiefe wie in einem Plakat flächig gestaltet. In den Vereinigten Staaten wurde die Pop Art als bewusste Abkehr von der Malerei des abstrakten Expressionismus verstanden. In Europa wurde die amerikanische Pop Art erstmals 1964 in Stockholm, Kopenhagen und Amsterdam gezeigt und in größerem Umfang auf der 4. documenta in Kassel. Große Werkblöcke wurden von dem Sammler Peter Ludwig erworben, die später als Schenkung in das Kölner Museum Ludwig übergingen. Noch heute befindet sich dort eine der größten Sammlungen von Pop Art außerhalb der USA. Die wichtigsten Vertreter der PopArt werden in der Überlinger Ausstellung gezeigt.
Ausstellungsdauer: 19.11.2016 – 14.1.2017
Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 9–13 Uhr + 15–18 Uhr, Sa. 10–13 Uhr
Hochbildstr. 22, Überlingen
www.galerie-ueberlingen.de


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