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„Der Zwang“ – Eine Geschichte über das Flüchten.

05.01.2017 | QLT Redaktion

poster-01-final-neu4-lqÜber Zwänge und die Freiheit.
Eine Geschichte über das Flüchten. Über das Kämpfen. Über Kriegsmechanismen. Über Pflicht und Bewusstsein. Über Unsichtbares, Unterschwelliges. Über den Antrieb. Den Zwang.
Es herrscht Krieg. Flucht oder Kampf sind die einzigen Optionen. Wer von Gehorsam getrieben mit der Masse mitmarschiert, der kämpft. Wer Mut hat, der flüchtet. So wie der deutsche Maler Ferdinand und seine Frau Paula, die sich in die Schweiz zurückziehen. Doch die gierigen Hände der Behörden drohen immer wieder nach seiner Freiheit zu greifen: der Einberufungsbescheid seiner Heimat fordert Ferdinand letztendlich auf, in den Krieg zu ziehen. Gerade erst die ersehnte Freiheit gewonnen, entfacht das amtliche Schreiben einen inneren Kampf in dem Künstler. Er muss sich entscheiden: zwischen dem Ruf seines Vaterlandes und der Liebe zu seiner Frau. Eine Entscheidung, die ihn sowohl psychisch als auch physisch in den Wahnsinn treibt. Wie selbstbestimmt ist er wirklich?
Was ist am Ende stärker? Sein Wille – oder die menschenmordende Kriegsmaschinerie? Das Stück basiert auf der Novelle „Der Zwang“ von Stefan Zweig, der im ersten Weltkrieg selbst flüchtete. Auf ausdrucksstarke Weise beschreibt er den Konflikt eines Flüchtlingspaares wie er aktueller nicht sein könnte. Thomas Fritz Jung, selbst Schauspieler des Stadttheaters, dramatisierte Zweigs Werk und leitet neben Andreas Bauer die Regie.
Das Unitheater Konstanz arbeitet bei diesem Projekt zusammen mit ausgebildeten Schauspielern des Stadttheaters und tritt – passend zu der beweg(t)en(den) Thematik – erstmals in drei unterschiedlichen Locations auf: dem Kunstraum Kreuzlingen, der Asylgaststätte Thurgau sowie der Studiobühne an der Universität Konstanz.
Die Premiere fand am 23.12. statt.
Weitere Termine und Daten:
21.12.16 & 09.01.17, jeweils um 20 Uhr. 14.01 /16:30 15.01/ 11 Uhr im Kunstraum Kreuzlingen.
21.01. & 22.01.17 / 20 Uhr AGATHU.
25.01/27.01/28.01.17, jeweils um 20 Uhr auf Studiobühne Uni Konstanz.
Karten im Vorverkauf sind an der Uni Konstanz und dem Buchladen Homburger & Hepp erhältlich. Außerdem freitags im Kreuzlinger Kunstraum.


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Eva Bur