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Das Universum verstehen – Heiko Blankenstein

25.01.2018 | QLT Redaktion

Heiko Blankensteins Installation “Who needs gravity anyway?” im Kunstraum Kreuzlingen

Es sind astronomische und kosmologische Phänomene der Wirklichkeit, die Heiko Blankenstein interessieren. Seine künstlerische Arbeit ist Ausdruck eines Verstehensprozesses, der die Natur aus multiplen Perspektiven reflektiert und diese in künstlerischer Art und Weise übersetzt. Der Künstler versteht sich als Beobachter, Übersetzer. Sein Blick: sezierend, beleuchtend, aufdeckend. „Mittels Zeichnung, Skulptur und Installation“ begibt er sich „auf die Spur der Dinge”, um ihrer Beschaffenheit, ihrem Wesen nachzuspüren und individuelle (emotionale) (Verstehens-)Möglichkeiten anstelle generalisierender Antworten zu geben.

Projekt Hicham Berrada im Tiefparterre – Sturm im Wasserglas
Die Videos von Hicham Berrada situieren sich an der Grenze von Kunst und Wissenschaft. Sie bestechen durch alchimistisch anmutende Filmbilder, die einer aufbrausenden farbigen Landschaft gleichen. Künstlerisch betrachtet, könnten Hicham Berradas Filmarbeiten auch als „Performances” gesehen werden: Der Künstler befüllt ein rundes Konservenglas mit säurehaltiger Flüssigkeit und fügt diesem diverse stoffliche Beigaben hinzu. Die dabei entstehenden chemischen Vorgänge zeichnet er filmisch auf und macht so die zeitlichen und strukturellen Abläufe dieser Prozesse sichtbar. Was daraus entsteht, gleicht dem Mikrokosmos eines künstlichen Ecosystems.


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Sonett

Ausstellungsdauer bis 19. März 2018; www.kunstraum-kreuzlingen.ch

Bild: Hicham berrada, Presages


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Art Bodensee